ABOUT

PRATER CUT01 Seit mehr als zwanzig Jahren ist Martin Stepanik einer der interessantesten Komponisten/Keyboarder im weiten Feld von elektronischer Musik und Jazz in Wien. Ausgehend von seinen Wurzeln im akustischen Jazz und improvisierter Musik, leistete er Mitte der Achtziger Jahre als Gründungsmitglied der “Voegel Europas” Pionierarbeit für die “Neue Wiener Elektronikszene”. Von 1986 bis 1992 unternahm diese Formation zahlreiche Europatourneen und machte Aufnahmen mit Künstlern wie F.M.Einheit (Einstürzende Neubauten) und Elliott Sharp. Der nächste Schritt war 1991 die Gründung von Lovely Rita. Das Hauptanliegen von Lovely Rita war und ist polyrhythmische Grooves mit dem formalen Reiz von Popsongs zu vereinen Von Anfang an hat Lovely Rita anhand von Coverversions einerseits den Bezug zur Popmusik der 60iger und 70iger Jahre klargemacht, andererseits die Neuartigkeit der eigenen musikalischen Sprache aufgezeigt. 2001/02 im Rahmen einer monatlichen Konzertreihe im berühmten Wiener Jazz & Music-Club “Porgy & Bess” entwickelte Lovely Rita mit zahlreichen bekannten Künstlern eine experimentelle und radikale Form ihrer “Popsongs” die unter anderem auch einen “pop-orientierten” Zugang zu einigen Jazz Standards beinhaltet. Das Ergebnis ist, neben einer speziellen Frank Zappa-Hommage (Who the Hell is F.Z.,2003), ein Doppel-Programm ihrer Musik auf zwei Alben, das rote “Levitation” mit Lovely Ritas eigenen Pop-Songs (und einer Cover Version von “Fool On The Hill”) und das blaue “On The Edge Of Tenderness”. Lovely Ritas höchst eigenwillige Jazz Standard – Interpretationen (von Gershwins “I Loves You Porgy” bis Duke Ellingtons “Sophisticated Lady”) mit dem deutschen Trompeter Peter Tuscher als Gastsolisten. 2006/07 hat vor allem die Beschäftigung mit dem Verhältnis von Ton und Bild zu zwei sehr interessanten Film & Livemusik – Programmen geführt. Einerseits die Neuvertonung von Kurzfilmen des legendären tschechischen Surrealisten Jan Svankmajer (“Der Seelenputz”) und andererseits Anne Marie Fuerthauers Hommage an das Kino “My Life Between The Exit Signs”